Juni 29, 2022

Mein Hund ist manchmal etwas seltsam – könnte er ängstlich sein?“ Auf jeden Fall. Hier sind die Symptome

Angst und Ängstlichkeit können Hunde jeder Rasse und jeden Alters betreffen, allerdings reagiert jeder Hund unterschiedlich darauf. Sie ist eine unangenehme, aber normale physiologische Emotion, die jeder Hund von Zeit zu Zeit erlebt. Wird sie jedoch nicht erkannt und behandelt, kann der Hund eine Angststörung entwickeln, die wiederum zu weiteren Verhaltensproblemen führen kann. Die Auslöser können sehr unterschiedlich sein – von einer unzureichenden Sozialisierung im Welpenalter über traumatische Erfahrungen bis hin zu genetischen Faktoren. Die meisten Ängste und Phobien entwickeln sich bei Hunden im Alter zwischen 12 Wochen und 36 Monaten und können sie ein Leben lang begleiten.

Zu den häufigsten Ursachen für Angst und Ängstlichkeit bei Hunden gehören Angst, Trennung und das Älterwerden. Angstbedingte Ängstlichkeit kann durch laute Geräusche, unbekannte Menschen oder Tiere, visuelle Reize wie Regenschirme oder Stöcke sowie durch bestimmte Situationen wie einen Tierarztbesuch oder Autofahrten ausgelöst werden, an die der Hund nicht gewöhnt ist. Viele Hunde zeigen in solchen Situationen nur leichte Angstreaktionen, bei manchen sind die Folgen jedoch deutlich stärker – insbesondere dann, wenn sich der Besitzer nicht frühzeitig mit dem Problem auseinandersetzt.
Ein Beispiel: Ein Hund, der nicht an das Autofahren gewöhnt ist, erbricht sich auf den Sitz. Der Besitzer reagiert verärgert und transportiert den Hund anschließend im Kofferraum. Der Hund wird daraufhin nur widerwillig in den Kofferraum steigen und mit der Zeit kann das Autofahren für ihn zu einem ernsthaften Problem werden. Ein weiteres Beispiel wäre ein Welpe, der ängstlich auf einen fremden Mann mit Hut reagiert, beispielsweise auf einen Briefträger. Der Besitzer findet die Reaktion lustig und setzt den Welpen wiederholt derselben Situation aus. Später kann der Hund jedes Mal eine Abwehrreaktion zeigen, wenn er mit einer ähnlichen Situation konfrontiert wird.

Trennungsangst betrifft etwa 14 % der Hunde. Betroffene Hunde können sich nicht beruhigen, wenn sie allein gelassen werden oder von ihren Familienmitgliedern getrennt sind. Typischerweise äußert sich Trennungsangst durch unerwünschtes Verhalten wie Urinieren oder Kotabsatz in der Wohnung, das Zerstören von Möbeln oder anhaltendes Bellen. Sie tritt häufiger bei Hunden auf, die wiederholt allein gelassen oder vernachlässigt wurden. Altersbedingte Ängstlichkeit steht in engem Zusammenhang mit der kognitiven Dysfunktion des Hundes.
Die häufigsten klinischen Anzeichen von Angst bei Hunden sind Zittern, geweitete Pupillen, das Vermeiden von Blickkontakt, Unruhe, scheinbares Ignorieren, Gähnen, Lippenlecken, intensives Schnüffeln in der Luft, Schütteln des Körpers wie nach dem Schwimmen, eine eingeklemmte Rute, das Suchen nach einem Ausgang, Verstecken, Aggressivität, Urinieren oder Kotabsatz an ungewöhnlichen Orten, vermehrter Speichelfluss, Hecheln, destruktives Verhalten, depressive Stimmung, übermäßiges Bellen, allgemeine Unruhe, rastloses Hin- und Herlaufen sowie repetitive oder zwanghafte Verhaltensweisen, beispielsweise das Lecken bestimmter Körperstellen, Beißen an den Pfoten oder am Schwanz, Kreisen oder Jagen des eigenen Schwanzes. Einige dieser Anzeichen treten nur gelegentlich auf, andere häufiger. Sie können sich gegenseitig verstärken und dadurch zunehmend zu einem größeren Problem werden.

Die häufigsten klinischen Anzeichen von Angst bei Hunden sind Zittern, geweitete Pupillen, das Vermeiden von Blickkontakt, Unruhe, scheinbares Ignorieren, Gähnen, Lippenlecken, intensives Schnüffeln in der Luft, Schütteln des Körpers wie nach dem Schwimmen, eine eingeklemmte Rute, das Suchen nach einem Ausgang, Verstecken, Aggressivität, Urinieren oder Kotabsatz an ungewöhnlichen Orten, vermehrter Speichelfluss, Hecheln, destruktives Verhalten, depressive Stimmung, übermäßiges Bellen, allgemeine Unruhe, rastloses Hin- und Herlaufen sowie repetitive oder zwanghafte Verhaltensweisen, beispielsweise das Lecken bestimmter Körperstellen, Beißen an den Pfoten oder am Schwanz, Kreisen oder Jagen des eigenen Schwanzes. Einige dieser Anzeichen treten nur gelegentlich auf, andere häufiger. Sie können sich gegenseitig verstärken und dadurch zunehmend zu einem größeren Problem werden. Bei der Behandlung von Angst bei Hunden werden häufig Verhaltenstrainings eingesetzt, die Desensibilisierung und Gegenkonditionierung umfassen. 

Das Ziel der Gegenkonditionierung besteht darin, die emotionale Reaktion des Hundes auf einen angstauslösenden Reiz zu verändern und seine Aufmerksamkeit von diesem Reiz auf den Besitzer zu lenken. Bei der Desensibilisierung wird der Hund schrittweise mit dem Auslöser seiner Angst konfrontiert, zunächst in kurzen Zeitintervallen und mit möglichst geringer Intensität. Da viele Besitzer mit dieser Problematik nicht ausreichend vertraut sind, empfiehlt es sich, professionelle und auf solche Probleme spezialisierte Hundetrainer oder Verhaltenstherapeuten hinzuzuziehen.

In der tierärztlichen Praxis werden zur Behandlung von Angststörungen häufig Antidepressiva wie Fluoxetin oder Clomipramin eingesetzt. Bei vorhersehbaren Angstsituationen wie Gewittern, Feuerwerk oder längeren Autofahrten können Benzodiazepine eingesetzt werden, entweder allein oder in Kombination mit Antidepressiva. Als natürliche Präparate werden unter anderem Pheromone und Aromatherapie eingesetzt. Auch CBD-Öl wird teilweise verwendet, sollte jedoch nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt eingesetzt werden. Antidepressiva müssen bei bestimmten Angststörungen bereits mehrere Wochen vor einer erwarteten Phobie eingesetzt werden. Nach dem Ende der Behandlung müssen manche Medikamente schrittweise reduziert werden. Dies sollte ausschließlich nach tierärztlicher Anweisung erfolgen. Benzodiazepine werden je nach Wirkstoff häufig 30–60 Minuten vor dem erwarteten Auslöser verabreicht. Dabei sollte man jedoch beachten, dass sie nicht bei jedem Hund wirksam sind.

Es gibt auch verschiedene natürliche Präparate und Nahrungsergänzungsmittel, die ebenfalls über einen bestimmten Zeitraum vor der erwarteten Stresssituation verabreicht werden müssen.
Eine der besten Möglichkeiten, eine bevorstehende Angstreaktion Ihres Hundes frühzeitig zu erkennen, besteht darin, die Körpersprache des Hundes zu verstehen. Wer seinen Hund gut kennt und erkennt, wann er sich unwohl oder verängstigt fühlt, kann dazu beitragen, negative Erfahrungen zu vermeiden oder durch gezieltes Training in positive Erfahrungen umzuwandeln. Die Arbeit mit dem Hund ist äußerst wichtig, und grundlegender Gehorsam sollte dabei nicht fehlen.

Regelmäßige Bewegung und Spaziergänge sind für die geistige und körperliche Entwicklung des Hundes von großer Bedeutung.
Phobien bei Hunden sind übermäßige und anhaltende Angstreaktionen auf einen bestimmten Reiz. Es wird angenommen, dass bereits ein einziges traumatisches Erlebnis dazu führen kann, dass ein ähnlicher Reiz oder bereits eine Erinnerung an das Ereignis später Angst auslöst. Die häufigsten Phobien bei Hunden stehen in engem Zusammenhang mit Lärm, beispielsweise Feuerwerk oder Gewittern. Etwa 49 % der Hunde haben eine Phobie gegenüber Feuerwerk sowie gegenüber Lärm im Zusammenhang mit Schüssen und Böllern.

Auch Gewitterphobien stellen bei Hunden ein häufiges und ernstzunehmendes Problem dar. Sowohl Menschen als auch Tiere reagieren auf einen plötzlichen Blitz und einen lauten Donnerschlag. Angst ist zunächst eine physiologische Schutzreaktion des Körpers. Bei einer Phobie reagieren Hunde jedoch bereits, wenn sie bemerken, dass sich der Himmel verdunkelt, oder wenn sie in der Ferne Donner hören. Die Symptome können sogar dann anhalten, wenn sich der Hund bereits an einen sicheren Ort zurückgezogen hat. Bei solchen Hunden können Angstreaktionen durch Wind, Regen, Donner und Blitze, aber auch durch Veränderungen des Luftdrucks, den Geruch einer herannahenden Gewitterfront oder Veränderungen der statischen Elektrizität in der Luft ausgelöst werden. Eine Studie zeigte nach der Exposition gegenüber einem Gewitter einen Anstieg des Cortisolspiegels, also des sogenannten Stresshormons, im Speichel von Hunden um 207 %.

Wie kann man einem Hund helfen, der unter Gewitterphobie leidet? Sorgen Sie während eines Gewitters für einen sicheren Rückzugsort und für Hintergrundgeräusche, beispielsweise durch Fernsehen, Radio oder weißes Rauschen. Bieten Sie Ihrem Hund einen sicheren Ort an, den er selbst auswählen kann, beispielsweise einen Schrank, eine Transportbox oder eine Badewanne. Die Behandlung dieser Phobie ist besonders schwierig, da Hunde möglicherweise auch auf unsichtbare Reize wie die Ionisierung der Luft oder Veränderungen des atmosphärischen Drucks reagieren.

Bei manchen Hunden kann hinter dem angstbedingten Verhalten eine bisher nicht erkannte Erkrankung der Schilddrüse, der Nebennieren oder des Gehirns stecken. Daher ist es sinnvoll, den allgemeinen Gesundheitszustand des Tieres durch eine gründliche tierärztliche Untersuchung überprüfen zu lassen. Die Behandlung des Problems ist langwierig, und bis erste sichtbare Ergebnisse eintreten, können mindestens vier bis sechs Monate erforderlich sein. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass eine medikamentöse Therapie die letzte Option sein sollte und nicht für jedes Tier geeignet ist. Die Einnahme bestimmter Medikamente erfordert außerdem regelmäßige Blutuntersuchungen, um sicherzustellen, dass die Medikamente keine schädlichen Auswirkungen auf die Organe haben. Wichtig ist auch, dass das Unterbringen eines Hundes in einem Zwinger oder einer Transportbox nicht für jeden Hund geeignet ist. Manche Hunde ziehen sich freiwillig und entspannt in einen sicheren Bereich zurück, während andere dadurch noch stärkere Panikattacken entwickeln können. In jedem Fall darf ein Hund mit einer Phobie oder Angst niemals für sein Verhalten bestraft werden.

Viele Hunde, die unter Angstzuständen und Phobien leiden, reagieren gut auf spezielle Bandagen und Shirts, die durch sanften Druck bestimmte Akupressurpunkte stimulieren sollen.